Gedankensplitter

3. Dezember 2019 — Vogeladvent

Trübselige Schneelosigkeit im Dunst versteckt.
Unwirklichkeit von Nebelfrauen gewoben.
Da, wo sie scheu ihre Schleier erhoben,
hab ich nur vage Schemen entdeckt.
Ein Grauzauberland, das die Fantasie erweckt.

Derweil am Futterbaum beim Morgenschmaus
da tauscht man Neuigkeiten aus.
Sie twittern über Kinder, Wetter, Federpflege.
Der dicke Spatz sitzt einer Meise frech im Wege.

Unter Getschilpe, Zwitschern, Flattern
mag jeder Leckeres ergattern
und kann beim Auf-den-Ästen-wippend-Sitzen,
ganz fix dem Nachbarn einen Happs stibitzen.

Am Fenster steh ich reglos um zu schauen.
in lächelnder Wärme durch ihre Freude, ihr Leben,
Ihr Treiben lässt im Vogeltakt den Weihnachtsbaum erbeben.
Kleine Federwolken zieh’n abschied-zwitschernd ins Himmelsgrauen.
Grußlos und leise ganz zuletzt entschweben die Nebelfrauen.

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