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Aromatherapie: Ein guter Duft schafft Wohlbefinden

Die angenehme Wirkung eines guten Duftes ist wohl unbestritten, da gibt es aber noch viel mehr zu entdecken.

Auf das Thema gekommen bin ich, wie so oft, über ein Buch. „Das Maiglöckchen-Phänomen: Alles über das Riechen und wie es unser Leben bestimmt“ von 2008 von Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt von der Ruhr-Unversität Bochum und der Wirtschaftsjournalistin Regine Dee. Die beiden beschreiben spannend, dass Duft so viel mehr bewirkt, als ein angenehmes Gefühl und auch viel mehr aussagen kann.

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Ansatz der Aromatherapie: Wir wollen über Aromen etwas Positives in uns bewirken. Kann das überhaupt funktionieren?

Wer das Thema „Aromatherapie“ unbesehen als esoterischen Quatsch abtut, verpasst möglicherweise eine Chance, sich sein Leben mit einfachen Mitteln angenehmer zu gestalten. Das Riechen ist ein vielfach unterschätzter menschlicher Sinn, dabei nimmt es in vielen Lebensbereiche eine zentrale Rolle ein.

Lux-Seife oder Ariel-Waschmittel waren für mich als Ossi zum Beispiel immer „Westpaket“ und „große, weite Welt“.

Denk nur mal an frisch gebackenes Brot, eine frisch gemähte Wiese:
Wecken manche Düfte nicht auch bei dir positive Gefühle, Erinnerungen und Stimmungen? Warum solltest du das nicht aktiv für dich ausnutzen? Hol dir diese Düfte ins Haus oder gar auf die Haut …

Eine Beschäftigung mit Aromatherapie und Aromaküche kann ich dir nur empfehlen. Das ist ein spannender Bereich, in welchem du deiner Kreativität freien Lauf lassen kannst und immer wieder Neues entdecken und viel Freude haben wirst.

Experimentiere doch beispielsweise mal mit ätherischen Ölen in einer eigenen Bodylotion. Das geht mit wenig Aufwand und Zutaten und bringt viel Freude.
Hol dir dazu eine geruchs- und möglichst ph-neutrale Bodylotion oder reines Aloe-Vera-Gel und mische eine kleine Portion auf deinem Handteller mit ein bis 2 Tropfen ätherischem Öl in Düften die du liebst, zum Beispiel Limette und Rosenöl oder Orange und Lavendel oder einfach nur Mandarine. Verteil die Lotion auf deiner Haut und genieße den Duft.
Der Vorteil dieser direkten Mischung in bedarfsgerechter Menge ist, dass man tagesformabhängig unterschiedliche Düfte wählen kann, ohne x-zig fertige Produkte daheim stehen zu haben, die man gar nicht aufbrauchen kann. Und das Mischen macht Spaß…

Ständig im Gebrauch ist bei mir ein Aroma-Diffuser, der zum einen die Luft befeuchtet, was gerade in der Heizperiode gut tut und zum anderen den Raum mit gutem Wohlfühlduft erfüllt. Diese Diffuser gibt es in den unterschiedlichstens Preiskategorien ab ca. 25 Euro aufwärts. Es ist in jedem Fall ein Gegenstand, der zu deiner Einrichtung passen sollte. Schau einfach mal.

Wichtig beim Kauf ätherischer Öle ist natürlich, wie so oft die Qualität: Es müssen 100% reine ätherische Öle sein. Die günstigeren Duftöle (z.B. für Duftlampen) sind nicht geeignet, um sie in Kosmetika zu verwenden.
Meine Favoriten sind da die Öle von primavera und aromell. Primavera bietet beispielsweise nette „Einsteigersets“, mit dem man sich an das Thema heranpirschen kann.

Die Geschenksets "Zitrusdüfte" und "Duftende Hausapotheke" 
 von primavera
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Viel beschäftigt mit den Themen Aromatherapie und Aromaküche haben sich Maria Kettenring und Steffi Klöpper. Hier eine kleine Auswahl meiner Buchempfehlungen dazu.

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Mein Text hat dieses umfangreiche Thema natürlich bestenfalls angerissen.
Wenn ich es jedoch geschafft habe, dein Interesse zu wecken, dann hab ich mein Ziel erreicht.


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Als kleines Give-Away hier noch zwei praktische Beispiele zur Anwendung von reinen ätherischen Ölen aus meinem eigenen Gebrauch.

Vorweg noch eine Warnung:
Bei ätherischen Ölen gilt nicht „Viel hilft viel“! Ein Zuviel kann zu Haut-Irritationen führen. Deshalb bitte immer erst mit einer kleinen Menge ausprobieren.
UND: Ätherische Öle nie pur auf die Haut bringen.

Ich mische mir von Cremes oder Massageölen immer nur so viel zusammen, wie ich direkt verbrauchen kann. Meist so viel, wie in meinen Handteller passt.

1. Massage-Gel bei Spannungskopfschmerz und Verspannungen im Nackenbereich

Ich hab das oft und mag nicht immer zur Tablette greifen. Als Alternative hat sich bei mir die folgende Mischung bewährt.

Zutaten:

  • geruchs- und ph-neutrale Körperlotion oder 100%iges Aloe vera
  • 2 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl
  • 1 Tropfen ätherisches Mandarinenöl (oder ein anderer Zitrusduft, den du magst)

Gib eine kleine Menge der Körperlotion oder des Aloe-Vera-Gels in deine Hand.
Gib darauf 2 Tropfen vom Pfefferminzöl und 1 Tropfen vom Mandarinenöl.
Vermische das Ganze vorsichtig mit dem Zeigefinger der anderen Hand und massiere es dann in deinen Nackenbereich bis hoch zum Haaransatz ein.
Gib auch eine kleine Menge auf deine Schläfen und massiere sie mit einem Finger kreisförmig ein. (Aber nicht zu nahe an die Augen kommen, die reagieren gereizt auf die Pfefferminze!)

2. Massage-Gel bei Kniegelenkschmerzen und „müden Füßen“

Zutaten:

  • geruchs- und ph-neutrale Körperlotion oder 100%iges Aloe vera
  • Jojobaöl oder Weizenkeimöl
  • 1 Tropfen ätherisches Eukalyptusöl
  • 1 Tropfen ätherisches Zedernöl
  • 1 Tropfen ätherisches Weihrauchöl
  • 1 Tropfen ätherisches Limettenöl

Gerade Füße haben oft auch trockene Haut, deshalb gebe ich dieser Mischung gern etwas Jojobaöl bei.

Auch hier eine kleine Menge Körperlotion/ Aloe-Vera-Gel in die Hand, Jojoba- oder Weizenkeimöl dazu, mit dem Finger mischen und dann die ätherischen Öle dazu gut vermischen … in die Füße von Fußgelenk über Ferse bis hin zu den Zehen einmassieren …. Aaaaaaaah! Eine Wohltat.


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Durch Autosuggestion die Stimmung heben: Beispiel Körperzellen-Song

Auch Medikamente helfen besser, wenn man an die Wirkung glaubt.

Viele der von mir hier vorgestellten Selbsthilfe-Tipps gehören genau genommen letztlich in den Bereich der Autosuggestion.

Die Lehre von der Autosuggestion, also dem Prozess, das Unterbewusste zielgerichtet zu beeinflussen, wurde vom französischen Apotheker Émile Coué im 19. Jahrhundert begründet.

Meine Schwiedertochter ist Erzieherin. Vor einiger Zeit machte sie mich auf ein YouTube-Video aufmerksam. Es handelte sich um den „Körperzellen-Rock“ von Michael Mosaro und Astrid Kuby, der von den Kindern und Jugendlichen, mit denen sie arbeitet, sehr gut aufgenommen wird und auf keiner Freitagsdisco fehlen darf.

Es kommt unter Umständen zunächst so etwas wie „Fremdschämen“ auf. Vor allem der Text des Liedes ist durchaus verbesserungswürdig.

Dennoch ist es, wenn man sich drauf einlassen kann, ein durchaus wirksames Beispiel für Autosuggestion durch Musik und Bewegung in Verbindung mit einem (ja! sehr schlicht formulierten) Mantra. Dem Körper wird dabei attestiert, dass es ihm gut geht, weil die, als Kollektiv angesprochenen, Zellen sich wohl fühlen.
Wir haben das dann daheim ausprobiert. Für den Text haben wir uns statt „voll gut drauf“ auf  „gut gelaunt“ geeinigt. Das schien uns weniger schlimm.

Eine Mischung aus Ketchup-Song und Mantra: Abgesehen, davon, dass man sich bewegt, was ja schon mal nicht schaden kann, wirkt dieses Lied tatsächlich stimmungsaufhellend.

Dennoch: In aller Öffentlichkeit sind wahrscheinlich nur wenige Erwachsene willens, da mit zu machen. Der schlichte Text und die eher tappsigen Bewegungen wirken schon ein bissel peinlich und bemüht fröhlich.
Zum Anderen: Ein sprachlich besonders gut ausformuliertes Mantra in antikem Versmaß liest sich zwar gut, nur – wer kann es sich merken? – und eine hochkomplexe, optisch ansprechende Choreographie ist auch nix, wenn sich viele beteiligen können sollen…

Die allgemeinen Kritiken bewegen sich dementsprechend von „esoterischer Blödsinn“ (der Journalist Christian Kortmann) bis hin zu „etwas albern, aber durchaus stimmungshebend“ (der Motivationsexperte Dr. Stefan Frädrich).
Michael Mosaro selbst stellt dazu fest: „Das Wesentliche dabei ist, dass die Botschaft (…) bei allen landet.“

An dem Song haben sich bereits viele ausgetobt. Es existieren mittlerweile auch HipHop-, Techno- und sogar Heavy-Metal-Versionen. Hier nur zwei Beispiele:

  1. eine geniale, nicht ganz ernste Metal-Version Körperzellen Rock (Jede Zelle…) Metal Cover (Blake Inc.)
  2. eine lebensfrohe Verballhornung made by anni und binki …

Mein Fazit: Nicht verbissen sehen, einfach Spaß haben… Probiere es doch mal aus.


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Anleitung: Bodyscan

Entspannen auf Mljet in Okuklje
Entspannen auf Mljet in Okuklje

Der Bodyscan ist ein Entspannungsverfahren, mit dem du dir deines Körpers bewusster wirst.

Du fühlst nach und nach in jedes Körperteil hinein, ohne zu analysieren, ohne zu beurteilen, rein als „Bestandsaufnahme“.  Als Beobachter der Befindlichkeiten deines Körpers kannst du dich dabei von Aktuellem, ganz gleich ob Stress, Schmerzen oder Sorgen, lösen.

Der Bodyscan ist eine hochwirksame Übung der Tiefenentspannung, für die du keinerlei Yoga- oder Meditations-Vorkenntnisse benötigst
und außer einer bequemen Sitz- oder Liegefläche und einem Audiogerät (Smartphone, PC o.ä.) auch keine Hilfsmittel.

Du benötigst etwa 20 Minuten Zeit dafür.

Hier ist der Link zur Audio-Anleitung der Techniker Krankenkasse, welche dich durch die Übung führt: Bodyscan

Viel Erfolg und Ruhe wünsche ich dir!


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