ABC-Etüden

ABC-Etüde KW 41+42/2019 — und der zweite folgt sogleich

Eine weitere ABC-Etüde soll’s also heute sein. Drei Begriffe eingebaut in einem Text mit maximal 300 Worten…
Danke an Christiane für die Schreibeinladung und an fraggle (reisswolfblog) für die Begriffe für die Schreibwochen 41+42 / 2019.

Hier folgt also der zweite Streich zu den Worten:
Gewächshaus     
jodhaltig      fälschen

Die Honigfälscher sind unterwegs

Gestern Abend (14. Oktober 2019) lief im ZDF Wiso. Ein Thema waren gefälschte Lebensmittel…
Im Trailer  wurde Honig erwähnt. Das wollte ich genauer wissen.
Nun hatte ich ja schon immer die Angewohnheit, keinen Honig zu kaufen, auf dem „Imkerhonig“ steht.
Die Vorstellung, dass da der Imker durch das Gewächshaus oder über die Blumenwiese flattert und Nektar sammelt und ich sein Verdauungsprodukt dann essen soll…
Nee, nee! Ich will BIENEN-Honig.

Was also soll „gefälschter Honig“ sein?

Ich lernte, dieser Honig wird vom Erzeuger oder Abfüller mit Zuckersirup gestreckt. In China scheint das Gang und Gäbe zu sein.
Nun ja. Kann man in Ordnung finden, muss man nicht. Zumindest sollte ich auf dem Label erkennen können, ob es reiner oder gestreckter Honig ist. Aber deswegen schon von „gefälscht“ zu sprechen, scheint mir  leicht übertrieben.

Ist sonst nicht jedes Naturprodukt, dem irgendetwas zugesetzt wird, „gefälscht“?
Also auch jodiertes Meersalz, weil es von Natur aus kaum jodhaltig ist, bei uns aber gesetzlich geregelt ist, dass Speisesalz generell Jod zugesetzt werden muss, da Deutschland als Jodmangel-Land gilt?

Dazu kommt, dass von den (ja gut, es waren nur 10!) Testpersonen, die Mehrheit lieber den mit Zuckersirup verdünnten Honig mochte, als den puren. Das sagt sicher etwas über die Essgewohnheiten der Deutschen aus. Jedoch hat dieses Produkt, klar gekennzeichnet, damit wohl eine Daseinsberechtigung?

Angesichts der schlimmen, ekligen und sogar tödlichen Hygienemängel bei Wilke-Wurst (und ich glaube nicht, dass das das einzige schwarze Schaf ist! ) haben wir wichtigere Sorgen als gestreckten Honig, oder? Kennzeichnet ihn halt vernünftig und dann ist’s gut!

Letztlich weißt du nur dann, was du isst, wenn du dich komplett selbst versorgst.
Oder mal einfach weniger Convenience-Food verwenden. Dann beschäftigst du dich automatisch auch mit den Zutaten. Zum Beispiel beim Frühstück

Und denkt immer dran: „Hände weg von IMKERhonig!“  (*g*)

-300 Wörter-