Gedankensplitter

9. Dezember 2018 … Singe, wem Gesang gegeben…

Zweiter Advent. Morgens. Erster Kaffee. Noch im Bett. Draußen frühstücken die Vögel lautstark zwitschernd an ihrem Vogelfutter-Weihnachtsbaum. Neben mir ein sanft schnurrendes, warmes, schwarzes Fellbündel – Nelly.
Kimba, der weiße Kater, sitzt wohl unten am Fenster und beobachtet die Vögel. Ich lese die (übrigens gut geschriebene) Autobiografie von Tina Turner. Frieden.

Tina Turner ist, wie viele andere Showgrößen, Buddhistin. Sie schreibt davon, dass ihr das Chanten hilft, innere Ruhe zu finden.
Sie berichtet auch, dass schon ihre Großmutter wohl instinktiv gechantet hat, indem sie summend auf ihrem Schaukelstuhl saß, die Enkelin auf dem Schoß.
Und auch die Katzen schnurren, um sich und andere zu beruhigen.
Mal wieder ein Beispiel, was wir von unseren Mitwesen lernen können.

Meine Form des Chantens ist da schon recht speziell:
Mancher singt unter der Dusche. Ich singe beim Autofahren!
Radio an, meinen Lieblingssender eingestellt (ein „Oldie-Sender“, vorrangig Musik der Achtziger) und lauthals mitsingen. Das Lenkrad wird schon mal zum Perkussionsinstrument. Der Oberkörper wippt im Takt.
So kann mir kein zäh fließender Verkehr oder Stau etwas anhaben.

Witzig ist dabei oft die Reaktion der Autofahrer ringsum:
Der Fahrer, der vor mir an der Ampel steht, mich im Rückspiegel sieht und meint, ich würde ihm etwas sagen wollen, und daraufhin anscheinend hektisch Blinker, Licht,  Türschlösser und Ampel kontrolliert…
Der Fahrer im Auto links neben mir, der, nach einigen Momenten fassungslosen Zusehens, plötzlich grinst, sein Radio anmacht und auch anfängt zu wippen…
Fußgänger an der Ampel, die den Kopf schütteln oder verschämt wegschauen…

Der andere Ort, an dem ich singe, ist meine Küche.
Wenn ich beim Kochen und Backen singe, dann schmeckt es hinterher besser…mir zumindest.

Mein Tipp für den Weihnachtswunschzettel für Musik-Fans:

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Selbsthilfeangebote

Durch Autosuggestion die Stimmung heben: Beispiel Körperzellen-Song

Auch Medikamente helfen besser, wenn man an die Wirkung glaubt.

Viele der von mir hier vorgestellten Selbsthilfe-Tipps gehören genau genommen letztlich in den Bereich der Autosuggestion.

Die Lehre von der Autosuggestion, also dem Prozess, das Unterbewusste zielgerichtet zu beeinflussen, wurde vom französischen Apotheker Émile Coué im 19. Jahrhundert begründet.

Meine Schwiedertochter ist Erzieherin. Vor einiger Zeit machte sie mich auf ein YouTube-Video aufmerksam. Es handelte sich um den „Körperzellen-Rock“ von Michael Mosaro und Astrid Kuby, der von den Kindern und Jugendlichen, mit denen sie arbeitet, sehr gut aufgenommen wird und auf keiner Freitagsdisco fehlen darf.

Es kommt unter Umständen zunächst so etwas wie „Fremdschämen“ auf. Vor allem der Text des Liedes ist durchaus verbesserungswürdig.

Dennoch ist es, wenn man sich drauf einlassen kann, ein durchaus wirksames Beispiel für Autosuggestion durch Musik und Bewegung in Verbindung mit einem (ja! sehr schlicht formulierten) Mantra. Dem Körper wird dabei attestiert, dass es ihm gut geht, weil die, als Kollektiv angesprochenen, Zellen sich wohl fühlen.
Wir haben das dann daheim ausprobiert. Für den Text haben wir uns statt „voll gut drauf“ auf  „gut gelaunt“ geeinigt. Das schien uns weniger schlimm.

Eine Mischung aus Ketchup-Song und Mantra: Abgesehen, davon, dass man sich bewegt, was ja schon mal nicht schaden kann, wirkt dieses Lied tatsächlich stimmungsaufhellend.

Dennoch: In aller Öffentlichkeit sind wahrscheinlich nur wenige Erwachsene willens, da mit zu machen. Der schlichte Text und die eher tappsigen Bewegungen wirken schon ein bissel peinlich und bemüht fröhlich.
Zum Anderen: Ein sprachlich besonders gut ausformuliertes Mantra in antikem Versmaß liest sich zwar gut, nur – wer kann es sich merken? – und eine hochkomplexe, optisch ansprechende Choreographie ist auch nix, wenn sich viele beteiligen können sollen…

Die allgemeinen Kritiken bewegen sich dementsprechend von „esoterischer Blödsinn“ (der Journalist Christian Kortmann) bis hin zu „etwas albern, aber durchaus stimmungshebend“ (der Motivationsexperte Dr. Stefan Frädrich).
Michael Mosaro selbst stellt dazu fest: „Das Wesentliche dabei ist, dass die Botschaft (…) bei allen landet.“

An dem Song haben sich bereits viele ausgetobt. Es existieren mittlerweile auch HipHop-, Techno- und sogar Heavy-Metal-Versionen. Hier nur zwei Beispiele:

  1. eine geniale, nicht ganz ernste Metal-Version Körperzellen Rock (Jede Zelle…) Metal Cover (Blake Inc.)
  2. eine lebensfrohe Verballhornung made by anni und binki …

Mein Fazit: Nicht verbissen sehen, einfach Spaß haben… Probiere es doch mal aus.


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Selbsthilfeangebote

Anleitung: Bodyscan

Entspannen auf Mljet in Okuklje
Entspannen auf Mljet in Okuklje

Der Bodyscan ist ein Entspannungsverfahren, mit dem du dir deines Körpers bewusster wirst.

Du fühlst nach und nach in jedes Körperteil hinein, ohne zu analysieren, ohne zu beurteilen, rein als „Bestandsaufnahme“.  Als Beobachter der Befindlichkeiten deines Körpers kannst du dich dabei von Aktuellem, ganz gleich ob Stress, Schmerzen oder Sorgen, lösen.

Der Bodyscan ist eine hochwirksame Übung der Tiefenentspannung, für die du keinerlei Yoga- oder Meditations-Vorkenntnisse benötigst
und außer einer bequemen Sitz- oder Liegefläche und einem Audiogerät (Smartphone, PC o.ä.) auch keine Hilfsmittel.

Du benötigst etwa 20 Minuten Zeit dafür.

Hier ist der Link zur Audio-Anleitung der Techniker Krankenkasse, welche dich durch die Übung führt: Bodyscan

Viel Erfolg und Ruhe wünsche ich dir!


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