Gedankensplitter

20. Dezember 2019 – Wo bleibt die Weihnachtsstimmung?

Da saß ich gestern beim Friseur (der Schimmel musste vom Dach 😉) und ließ unter der Wärmehaube die Gedanken schweifen:
Seit Mitte November bin ich zwar ständig irgendwie am adventlichen Vorbereiten, Dekorieren, Backen, Päckchen packen usw. aber Weihnachtsstimmung?
Nein, die ist bisher noch nicht aufgekommen.

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Drachenfeuer

Meine sämtlichen, heiß geliebten Weihnachtslieder-CD’s sind in diesem Jahr noch ungehört. Weder beim Werkeln in der Küche, noch beim Hausputz oder Auspacken und Aufstellen der Weihnachtsdeko hab ich Musik gehört. Noch nicht mal „Last Christmas“ ist mir bisher beim Radiohören im Auto untergekommen.
Immerhin hab ich auf der Harfe zwei Weihnachtslieder zusammengestümpert und sogar mit meinem Mann gemeinsam gespielt (Er wahlweise mit Klavier, Bassukulele oder Gitarre …).

Mein Kerzenverbrauch ist eindeutig auf rekordverdächtigem Tiefststand und das als bekennende Gokeltante…

Auf einem Weihnachtsmarkt waren wir einmal kurz, letzten Samstag, in Pinneberg. Naja…
Aber wie auch beim Weihnachtsgrüße-Schreiben, beim Kaufen und Verpacken der Geschenke…keine Vorfreude.

Was ist dieses Jahr bloß los?
Kurz erwischt mich der Gedanke, das Wetter sei Schuld. Ist ja immer eine gute Begründung für alles mögliche. Aber das glaub ich mir selbst nicht.
Was dann?
Vielleicht fehlende Familie? Bisschen mehr Leben in der Bude?
Na, das wird sich morgen schlagartig ändern, wenn Schwager, Schwägerin und vor allem die beiden Nichten einreiten. Ich freu mich drauf. Hoffentlich wird dann auch in meinem Inneren endlich Weihnachten, das wäre schön.

Bis dahin werd ich erst mal weiter die Routinen abspulen: Betten beziehen, aufräumen, Staub saugen, einkaufen, vorkochen…was eben so anfällt, wenn Besuch kommt.
Und ja unbedingt! Die Weihnachtsmusik hole ich heute endlich hervor.
Meine Topp 3:

  1. Christmas in the Aire – Mannheim Steamroller
  2. Festplatte – Die Prinzen
  3. Weihnachten in Familie – Frank Schöbel

Das wird schon noch mit der Stimmung. Wär doch gelacht, wenn nicht.

Vielleicht ja so: Adventsgedicht von Loriot (YouTube)

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Gedankensplitter

3. Dezember 2019 — Vogeladvent

Trübselige Schneelosigkeit im Dunst versteckt.
Unwirklichkeit von Nebelfrauen gewoben.
Da, wo sie scheu ihre Schleier erhoben,
hab ich nur vage Schemen entdeckt.
Ein Grauzauberland, das die Fantasie erweckt.

Derweil am Futterbaum beim Morgenschmaus
da tauscht man Neuigkeiten aus.
Sie twittern über Kinder, Wetter, Federpflege.
Der dicke Spatz sitzt einer Meise frech im Wege.

Unter Getschilpe, Zwitschern, Flattern
mag jeder Leckeres ergattern
und kann beim Auf-den-Ästen-wippend-Sitzen,
ganz fix dem Nachbarn einen Happs stibitzen.

Am Fenster steh ich reglos um zu schauen.
in lächelnder Wärme durch ihre Freude, ihr Leben,
Ihr Treiben lässt im Vogeltakt den Weihnachtsbaum erbeben.
Kleine Federwolken zieh’n abschied-zwitschernd ins Himmelsgrauen.
Grußlos und leise ganz zuletzt entschweben die Nebelfrauen.

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