Depression, Gedichte

10. März 2020 – Kraft tanken

Wenn doch alles gesagt ist,
sinnvolles Tun mir nicht bleibt…
Was ist es, das mich dennoch weitertreibt?

In diese Situation komm jeder, mal öfter, mal seltener. Die Antwort auf die Frage fällt natürlich auch unterschiedlich aus.
Wie ist es bei dir?

Für mich war hilfreich zu erlernen, welches meine Kraftquellen sind und wo Energievampire lauern, denn anderenfalls gewinnt die Depression und das lasse ich nicht zu.

Wo tanken wir auf, wenn die Batterie leer zu bleiben droht?

Für mich gibt es einige Zapfsäulen:
Meine Katzen, die Natur, Musik hören und machen, handwerkeln und lesen, lesen, lesen.
In jedem Fall heißt es für mich: Die innere Ruhe finden, der Sinnentleertheit die Stirn bieten und schauen, wie und wo es weiter geht.

In diesem Sinne.
Einen schönen Tag euch allen.

4 Gedanken zu „10. März 2020 – Kraft tanken“

  1. Mein persönliches Rezept ist ein ganz Eigenes: Alles liegen lassen, was mich drängt und bedrückt zumindest bis zur „ersten Mahnung“ und dazu körperliche Bewegung. Erstaunlicherweise werden viele „wichtige Dinge“ nie angemahnt und erledigen sich damit in der „Ablage 1“ ganz von selbst. Zusätzliche „Kraftquellen“ habe ich im Leben leider nie gefunden, wohl aber alltagstaugliche Mechanismen um meine limitierte Energie effektiver und zielgerichteter einzusetzen. Das heisst immer:(!) Abstriche vom eigenen Leistungsanspruch zu machen. Mein Rat, bremsen statt Gas geben.

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      1. Hallo Ihr Beiden,
        Dinge liegenlassen kann ich auch nicht gut. So, wie ich Konflikte ausdiskutieren und aus der Welt schaffen muss, um damit abschließen zu können, muss ich auch Aufgaben erledigen und wegarbeiten, damit sie mich nicht mehr belasten. Dinge zügig zu erledigen, ist daher ein wichtiger Punkt auf der Wohlfühlliste.
        Wie ich Energie tanken und mich selbst regenerieren kann, ist für mich schon immer ein riesiges Fragezeichenthema. Was mir gut tut und wobei/wodurch ich definitiv positive Gefühle generieren und ein wenig meine Akkus aufladen kann, ist einerseits natürlich meine wunderbare Hündin, andererseits das Schreiben. Aber schreiben kann ich nur, wenn mir Dinge einfallen. Das passiert nicht, wenn ich frische Energie eigentlich am nötigsten habe. Wenn ich zu fertig und deprimiert bin, bin ich nicht kreativ – momentan also leider meistens. abc-etüden sind dann das Einzige, was ich hinkriege, weshalb ich die auch so toll finde.
        Ich lese immer wieder, dass mensch sich von negativ eingestellten Personen fernhalten soll, damit diese einem nicht durch ihre Negativität noch mehr Energie entziehen. Schwierig wird das, wenn die Personen, die einem am nächsten stehen, solche Energiefresser*innen sind. Daran knabbere ich momentan besonders, denn ich komme mehr und mehr auf den Trichter, dass ich mich dafür zu allererst mal von meinem langjährigen Partner trennen muss… Sowas breche ich nicht übers Knie, aber ich spüre jetzt schon seit Monaten, dass ich wieder selbstbestimmter und freier leben muss, dass meine Bedürfnisse endlich wieder eine Rolle spielen und erfült werden müssen und dass ich daran kaputtgehe, mich immer nur für das Wohlergehen und das organisatorische Zurechtkommen Anderer aufzuopfern. Mein eigener Altruismus bricht mir irgendwann entweder das Genick oder das Herz. Es würde mir unglaublich viel energie geben, wenn ich Wertschätzung und Liebe erfahren würde, aber das habe ich leider nicht so sehr in der Hand. Wie ich mir selbst mehr Positivität verschaffen kann, obwohl ich ständig von Anderen unter negativem Beschuss stehe, ist mir ein Rätsel. Naja, der Beschuss mus weg, dafür muss ein Beschluss her. Und den muss ich dann umsetzen – das kostet wieder unglaublich viel Kraft und Energie, die ich zur Zeit nicht habe. Verdammter Teufelskreis…
        sorry, ein wenig hilfreicher Kommentar.
        liebe Grüße trotzdem
        Lea

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      2. Liebe Lea,

        danke für deine Zeilen, in denen ich mich an vielen Stellen wiederfinde.

        Seit meinem Zusammenbruch 2017 trainiere ich das „Mich-Zurücknehmen“ und „Die-anderen-ihre-Probleme-selbst lösen-lassen“.
        Das kostet viel Kraft und Konsequenz, aber es spielt sich ein. Es nimmt viel Druck raus. Letztlich versuche ich, mir bewusst zu machen, dass das ständige Helfen zwar gut gemeint ist, aber die anderen auch entmündigt.
        Also Hilfe, wo sie Not tut, natürlich ja, aber „achtsam“.
        So hat die, auch durch meinen damaligen Jobverlust vermittelte, Erkenntnis „Ohne mich geht es auch weiter“ mich zunächst ernüchtert, dann aber auch befreit.
        Dennoch verfalle ich immer mal wieder in alte Muster und bleibe dann doch wieder erschöpft und mutlos auf der Strecke.
        Nobody’s perfect.

        Ich wünsche dir die Ruhe und Stärke, die für dich optimalen Entscheidungen zu treffen und durchzuziehen.
        Knuddele deine Hündin – in ihr hast du sicher eine treue, wunderbare Freundin und Kraftquelle.

        Donka

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